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Stiftung Mariannhiller Missionare
St. Josefsweg 15
6460 Altdorf
Tel. 041 874 04 40
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Aktion 2026 - Mariannhill Skills Center

Sambia ist ein Staat im südlichen Afrika, welcher flächenmässig etwa 20x so gross wie die Schweiz ist, aber trotzdem nur rund 2,5mal so viele Einwohner hat. 89 % der Sambier sind christlich, wovon rund 20% katholisch sind. Obwohl das Land fruchtbar und reich an Bodenschätzen ist, gehört es zu den ärmsten Ländern der Welt. 60% der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, wobei die Armut in gewissen Regionen sogar bei 75% liegt. Der Grossteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, welche sehr vom Maisanbau abhängig ist. Der Einseitige Maisanbau und die dadurch mangelnde Diversifizierung verschärft die Mangelernährung. Zudem führen extreme Dürren zu Ernteausfällen und verschärfen die Armut zusätzlich.
Industrie hat sich vor allem im sogenannten Copperbelt und rund um die Hauptstadt Lusaka angesiedelt. In der Hoffnung auf das grosse Glück ziehen immer mehr Menschen in die Ballungszentren und leben dort in Armenvierteln, weshalb sich vor allem im Grossraum Lusakas eine sehr arme Bevölkerung wiederfindet. Unsere Mitbrüder schreiben dazu:
Die Katholische Kirche, unter der Führung von Erzbischof Alick Banda von Lusaka, wie auch die politischen Verantwortlichen im Einzugsgebiet der Grossstadt äussern sich immer wieder besorgt über die sozialen Probleme und den damit verbundenen Teufelskreis von Armut und fehlender Bildung. Erhebungen zeigen deutlich, dass Jugendliche und junge alleinerziehende Mütter zu den am stärksten benachteiligten Mitgliedern unserer Gesellschaft gehören. Sie haben keinen Zugang zu beruflichen Qualifikationen, die es ihnen ermöglichen würden, einen Arbeitsplatz zu finden oder sich selbstständig zu machen. Daher sind sie aufgrund der hohen Arbeitslosenquote und fehlender unternehmerischer Fähigkeiten nicht in der Lage, für sich und ihre Kinder die Grundbedürfnisse zu decken. Es besteht ein großer Bedarf an nachhaltigen Einkommensmöglichkeiten, um Armut und Abhängigkeit zu verringern.
Zusammen mit den betroffenen Menschen wurden Lösungen gesucht, um diesen Kreislauf der Armut zu stoppen.
Die Antwort der Mariannhiller Missionare ist ein Skills Center.
Sie sind davon überzeugt, dass sie damit den jungen Menschen und alleinerziehenden Müttern helfen können, selbständig zu werden und so ihr Leben und Schicksal in die eigenen Hände nehmen zu können und damit den Teufelskreis von Armut und Abhängigkeit zu durchbrechen.
Projektbezeichnung: Mariannhill Skills Center
SKILLS ist ein englischer Ausdruck mit vielseitiger Bedeutung, wie zum Beispiel:
Fähigkeiten, Fertigkeit, Kompetenz(en), Kenntnis, Geschick, Geschicklichkeit, Fähigkeiten, Können, Fachkönnen, Kunstfertigkeit etc… immer geht es darum, selbständig zu werden: Dazu gehört zum Beispiel auch das bekannte Sprichwort: »Gib einem Menschen einen Fisch, und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre ihn fischen, und du ernährst ihn für sein ganzes Leben. «
Skills sind also die praktischen Werkzeuge, um Ziele zu erreichen, während Hoffnung die Motivation und die positive Grundhaltung ist, die uns antreibt, diese Skills überhaupt einzusetzen, um eine bessere Zukunft zu gestalten.
Und dann geschieht es:
Der lebensfeindliche Teufelskreis wird zum Ei des Kolumbus, denn
Hoffnung entsteht auch als Ergebnis von Skills:
Durch das Einsetzen von Skills (z.B. Struktur schaffen, Ziele verfolgen) wird Hoffnung gestärkt, da Fortschritt sichtbar wird und die Selbstwirksamkeit steigt.
Der Ansatz der jungen Mariannhiller Missionare entspricht den grundgelegten Prinzipien von Abt Franz Pfanner, dem Gründer der Mariannhiller Missionare der schon von Anfang an (1882) Schulen und Werkstätten baute und führte, damit «Die Kinder Afrikas ihre Talente entfalten und so zur vollen Gott-gewollten Fülle heranwachsen konnten».
Konkret ist geplant:
In enger Zusammenarbeit mit der Erzdiözese und lokalen sozialen Institutionen entsteht auf einem Grundstück der Mariannhiller Missionare ein Kompetenzzentrum, eben ein Skills Zentrum, zu Beginn mit zwei Schwerpunkten: Schneiderei und Informatik.
Begünstigte: Benachteiligte Jugendliche (im Alter von 18 bis 25 Jahren) und einige schutzbedürftige Frauen.
Geplant sind 6-monatige praxisorientierte Kurse. Auch Unterricht in den Grundkenntnissen von Geschäftskompetenzen und Marketing.
Zudem wird ein Projektteam von Mitbrüdern und externen Experten laufend anfallende Bedürfnisse der betroffenen Menschen evaluieren und entsprechende Empfehlungen formulieren. UND auch die Verwaltung der Region freut sich über die Initiative und hat sich verpflichtet einen Teil der jährlichen Beiträge ihrer Sozialhilfe für dieses Projekt zu reservieren (CDF = Constituency Developpment Fund). 

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